Sicherer Stand: Absturzsicherung Dach

Die Notwendigkeit einer effektiven Absturzsicherung Dach
Arbeiten auf dem Dach gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Die Kombination aus exponierter Höhe, oft ungünstigen Witterungsbedingungen und potenziell rutschigen oder instabilen Untergründen birgt ein enormes Risiko. Ein ungesicherter Sturz vom Dach kann verheerende, oft tödliche Folgen haben. Deshalb ist eine durchdachte Dachsicherungssystem modular nicht nur eine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Pflicht für alle, die sich auf Dächern bewegen – sei es für Wartung, Reparatur, Reinigung oder Installationen. Es geht darum, Leben zu schützen und Arbeitsunfälle proaktiv zu verhindern. Neben der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) spielen hier auch kollektive Schutzmaßnahmen eine entscheidende Rolle, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.
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Die Planung und Installation einer geeigneten Absturzsicherung Dach muss sorgfältig erfolgen. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art des Daches, die Neigung, die Häufigkeit der Begehung und die Art der auszuführenden Arbeiten. Ein universelles Konzept gibt es selten, vielmehr erfordert jede Situation eine individuelle Betrachtung und die Kombination verschiedener Sicherungselemente. Nur so lässt sich ein umfassender Schutz vor Abstürzen gewährleisten. Für temporäre Arbeiten sind beispielsweise mobile Lösungen gefragt, während bei regelmäßiger Begehung feste Installationen unerlässlich sind. Die Wahl der richtigen Ausrüstung und die Einhaltung der Vorschriften sind dabei von größter Bedeutung.
Kollektive Schutzmaßnahmen: Die erste Verteidigungslinie
Bevor individuelle Absturzsicherungen zum Einsatz kommen, sollten stets kollektive Schutzmaßnahmen in Betracht gezogen werden. Diese bieten einen Schutz für alle Personen, die sich auf dem Dach aufhalten, ohne dass jeder Einzelne spezielle Ausrüstung tragen muss. Das erhöht die Effizienz und Akzeptanz der Sicherheitsvorkehrungen erheblich. Zu den wichtigsten kollektiven Systemen zählen:
Sicherungsgeländer für den Dachrand
Ein permanentes Sicherungsgeländer Dach entlang der Dachkanten ist eine der effektivsten Formen der kollektiven Absturzsicherung. Es verhindert, dass Personen überhaupt in den Absturzbereich gelangen. Diese Geländer müssen robust, stabil und entsprechend den geltenden Normen (z.B. EN 13374) konstruiert sein. Sie sind besonders sinnvoll auf Flachdächern oder Dächern mit geringer Neigung, die häufig begangen werden müssen, etwa für die Wartung von Klimaanlagen, Photovoltaikanlagen oder Dachbegrünungen. Die Installation erfordert eine fachgerechte Befestigung, die die Dachhaut nicht beschädigt und die Statik des Gebäudes berücksichtigt.
Absturzsicherungsnetze und Fanggerüste
Für temporäre Bau- oder Reparaturarbeiten, bei denen ein Geländer nicht praktikabel ist, können Auffangnetz Dach oder Fanggerüste eine gute Lösung sein. Diese fangen stürzende Personen oder herabfallende Gegenstände auf und minimieren so das Verletzungsrisiko. Sie müssen korrekt montiert und regelmäßig auf ihre Unversehrtheit überprüft werden. Besonders bei größeren Dachflächen oder komplexen Dachformen bieten Netze eine flexible und dennoch hochwirksame Absturzsicherung. Die Maschenweite und die Befestigungspunkte sind entscheidend für ihre Funktionstüchtigkeit.
Individuelle Absturzsicherung: Wenn PSA unverzichtbar ist
Wo kollektive Maßnahmen nicht ausreichen oder nicht umsetzbar sind, kommt die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zum Einsatz. Diese Systeme sichern einzelne Personen und müssen von jedem Anwender korrekt angelegt und verwendet werden. Eine umfassende Einweisung und regelmäßige Schulungen sind hierbei unerlässlich.
Anschlagpunkte und Seilsicherungssysteme
Feste Einzelanschlagpunkt Dach sind die Basis jeder individuellen Absturzsicherung. Sie müssen fest mit der tragenden Struktur des Daches verbunden sein und den zu erwartenden Sturzlasten standhalten. Es gibt verschiedene Arten von Anschlagpunkten, die je nach Dachmaterial und -konstruktion ausgewählt werden. Ergänzend dazu bieten Seilsicherungssystem Dach eine durchgängige Sicherungslinie, an der sich der Anwender mit seinem Auffanggurt entlangbewegen kann, ohne sich umhängen zu müssen. Dies erhöht die Bewegungsfreiheit und reduziert das Risiko von Anwendungsfehlern erheblich. Solche Systeme sind ideal für lange Wartungswege auf dem Dach.
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Auffanggurte und Verbindungsmittel
Der Auffanggurt ist das zentrale Element der persönlichen Schutzausrüstung. Er verteilt die beim Sturz entstehenden Kräfte auf den Körper und verhindert so schwere Verletzungen. Wichtig ist ein korrekt sitzender Gurt, der bequem ist und die Bewegungsfreiheit nicht zu stark einschränkt. In Verbindung mit einem geeigneten Verbindungsmittel (z.B. Falldämpfer mit Karabiner) wird der Gurt mit dem Anschlagpunkt oder Seilsicherungssystem verbunden. Die Länge des Verbindungsmittels und die Position des Anschlagpunktes müssen so gewählt werden, dass die maximale Fallhöhe begrenzt wird und ein Aufprall auf darunterliegende Flächen oder Hindernisse ausgeschlossen ist.
Spezielle Herausforderungen und Lösungen für die Absturzsicherung Dach
Jedes Dach hat seine Eigenheiten, die bei der Planung der Absturzsicherung berücksichtigt werden müssen. Steildächer, Dächer mit Lichtkuppeln oder fragile Dachmaterialien stellen besondere Anforderungen an die Sicherheit.
Sicherheit auf Steildächern und Dachleitern
Auf Steildächern ist die Gefahr des Abrutschens besonders hoch. Hier sind neben der persönlichen Absturzsicherung oft zusätzliche Hilfsmittel notwendig. Spezielle Dachleiter Sicherungsset, die fest auf den Dachziegeln aufliegen oder in die Dachkonstruktion eingehängt werden, bieten einen sicheren Aufstieg und Standplatz. Auch hier ist die Kombination mit einem Auffanggurt, der an einem oberen Anschlagpunkt gesichert ist, unerlässlich. Bei Arbeiten direkt an der Dachkante können temporäre Dachfanggerüste oder Schutznetze zusätzliche Sicherheit bieten. Die richtige Positionierung der Leiter und deren Verankerung sind entscheidend, um ein Wegrutschen zu verhindern.
Schutz vor Durchsturzgefahr
Nicht nur der Absturz von der Dachkante, sondern auch der Durchsturz durch fragile Dachflächen wie Lichtkuppeln, alte Eternitplatten oder nicht tragfähige Dacheindeckungen ist eine ernste Gefahr. Hier müssen diese Bereiche entweder abgesperrt, überbrückt oder mit speziellen Schutzgittern versehen werden. Im Zweifelsfall ist es sicherer, solche Bereiche als Absturzgefährdet zu betrachten und entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Auch hier kann eine Absturzsicherung Dach in Form von überbrückenden Laufwegen oder temporären Abdeckungen Leben retten.
Wartung und Prüfung von Absturzsicherungssystemen
Die beste Absturzsicherung ist nutzlos, wenn sie nicht ordnungsgemäß gewartet und regelmäßig geprüft wird. Alle Komponenten der Absturzsicherung Dach, von den Anschlagpunkten über Seilsysteme bis hin zu Auffanggurten, unterliegen einem Verschleiß und müssen in vorgeschriebenen Intervallen von Sachkundigen überprüft werden. Schäden durch Witterungseinflüsse, UV-Strahlung oder mechanische Beanspruchung können die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Eine lückenlose Dokumentation der Prüfungen ist dabei nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Sicherheitskonzepts. Nur so ist gewährleistet, dass die Systeme im Ernstfall zuverlässig schützen.
Fazit: Investition in Sicherheit und Verantwortung
Die Implementierung einer umfassenden Absturzsicherung Dach ist eine Investition, die sich immer auszahlt – in Form von geschütztem Leben und reduzierten Unfallrisiken. Sie ist Ausdruck unternehmerischer Verantwortung und ein Zeichen für die Wertschätzung der Mitarbeiter. Von kollektiven Schutzmaßnahmen wie Geländern und Netzen bis hin zu individuellen Systemen wie Anschlagpunkten und Auffanggurten: Die richtige Kombination und fachgerechte Anwendung sind der Schlüssel zu einem sicheren Arbeiten in der Höhe. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die optimale Lösung für Ihre spezifischen Anforderungen zu finden. Die Sicherheit auf dem Dach sollte niemals dem Zufall überlassen werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Absturzsicherung Dach & warum ist sie wichtig?
Eine Absturzsicherung auf dem Dach umfasst alle Maßnahmen und Systeme, die dazu dienen, Personen bei Arbeiten in der Höhe vor einem Sturz zu schützen oder die Folgen eines Sturzes zu minimieren. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Dacharbeiten zu den gefährlichsten Tätigkeiten zählen. Die exponierte Höhe, oft wechselnde Witterungsbedingungen wie Nässe oder Wind, sowie potenziell rutschige oder instabile Oberflächen bergen ein erhebliches Unfallrisiko. Ein ungesicherter Sturz vom Dach kann gravierende, oft tödliche Verletzungen nach sich ziehen.
Die Notwendigkeit einer effektiven Absturzsicherung ist nicht nur eine Empfehlung, sondern in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, eine gesetzliche Pflicht für Arbeitgeber und auch für private Bauherren, die Arbeiten auf dem Dach ausführen lassen. Die Einhaltung der Vorschriften dient dem Schutz der arbeitenden Person und vermeidet rechtliche Konsequenzen. Moderne Dachsicherungssysteme sind oft modular aufgebaut und lassen sich flexibel an verschiedene Dachformen und Arbeitsbedingungen anpassen. Sie reichen von kollektiven Schutzmaßnahmen wie Gerüsten und Seitenschutzgittern bis hin zu individuellen Lösungen wie Auffanggurten und Höhensicherungsgeräten, die direkt am Anwender befestigt werden. Die korrekte Planung und Umsetzung einer Absturzsicherung ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Dacharbeit.
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Welche Arten von Absturzsicherungssystemen gibt es für Dächer?
Es gibt grundsätzlich zwei Hauptkategorien von Absturzsicherungssystemen für Dächer: kollektive und individuelle Schutzeinrichtungen.
Kollektive Schutzeinrichtungen schützen mehrere Personen gleichzeitig, ohne dass diese selbst aktiv werden müssen. Dazu gehören:
- Gerüste und Fangnetze: Sie fangen Personen bei einem Sturz auf oder verhindern ihn gänzlich.
- Seitenschutzgeländer: Diese werden am Dachrand angebracht und verhindern das Herunterfallen.
- Dachrand-Absturzsicherungen: Temporäre oder permanente Systeme, die den Zugang zum Dachrand sichern.
Individuelle Schutzeinrichtungen (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, PSAgA) sind für einzelne Personen konzipiert und erfordern die aktive Nutzung durch den Anwender. Hierzu zählen:
- Auffanggurte: Sie verteilen die Aufprallenergie bei einem Sturz über den Körper.
- Verbindungsmittel mit Falldämpfer: Sie verbinden den Gurt mit einem Anschlagpunkt und reduzieren die Stoßkraft.
- Höhensicherungsgeräte: Diese ziehen das Seil automatisch ein und blockieren im Falle eines Sturzes.
- Dachhaken und Dachanker: Feste oder temporäre Anschlagpunkte, an denen die PSAgA befestigt wird.
- Seilsicherungssysteme: Horizontale oder vertikale Seile, an denen sich der Anwender mit seiner PSAgA entlangbewegen kann.
Die Wahl des Systems hängt von der Art der Arbeit, der Dachneigung, der Dauer und Häufigkeit der Arbeiten sowie den örtlichen Gegebenheiten ab. Oft ist eine Kombination verschiedener Systeme die sicherste Lösung.
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Welche persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) sind für Dacharbeiten notwendig?
Für sicheres Arbeiten auf dem Dach ist eine umfassende Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) unerlässlich. Die Basisausrüstung umfasst mehrere Komponenten, die im Zusammenspiel maximalen Schutz bieten.
An erster Stelle steht der Auffanggurt. Dieser muss der Norm EN 361 entsprechen und optimal an den Körper des Trägers angepasst sein, um im Falle eines Sturzes die Kräfte auf möglichst viele Körperbereiche zu verteilen und Verletzungen zu minimieren. Ein gut sitzender Gurt ist entscheidend für den Komfort und die Sicherheit.
Zweitens ist ein Verbindungsmittel mit Falldämpfer notwendig. Es verbindet den Auffanggurt mit dem Anschlagpunkt. Der integrierte Falldämpfer reduziert die bei einem Sturz auftretenden Fangstoßkräfte auf ein für den Körper erträgliches Maß. Die Länge des Verbindungsmittels muss so gewählt werden, dass die maximale Fallhöhe begrenzt wird.
Drittens sind geeignete Anschlagpunkte auf dem Dach erforderlich, die fest und sicher installiert sind und den Normen EN 795 entsprechen. Dies können fest installierte Dachanker oder mobile Dachhaken sein.
Ergänzend können je nach Situation ein Höhensicherungsgerät für mehr Bewegungsfreiheit oder spezielle Bandschlingen zur temporären Befestigung hinzukommen. Ein Schutzhelm ist ebenfalls dringend empfohlen, um den Kopf vor herabfallenden Gegenständen oder bei einem Sturz zu schützen.
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Wie werden Anschlagpunkte auf dem Dach richtig installiert?
Die korrekte Installation von Anschlagpunkten ist das Fundament jeder sicheren Absturzsicherung auf dem Dach. Anschlagpunkte müssen den Anforderungen der Norm EN 795 entsprechen und für die zu erwartenden Belastungen ausgelegt sein.
Zunächst ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Es muss geprüft werden, welche Art von Dach vorliegt (z.B. Ziegeldach, Flachdach, Trapezblechdach) und welche Unterkonstruktion vorhanden ist, um geeignete Dachanker oder Dachhaken auszuwählen. Die Positionierung der Anschlagpunkte ist entscheidend, um den gesamten Arbeitsbereich sicher abzudecken, ohne unnötige Stolperfallen zu schaffen oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Sie sollten so platziert werden, dass die maximale Fallhöhe minimiert wird und ein Pendelsturz ausgeschlossen ist.
Die Montage muss gemäß den Herstellerangaben und den geltenden technischen Regeln erfolgen. Dies bedeutet in der Regel eine feste und dauerhafte Verbindung mit der tragenden Dachkonstruktion, beispielsweise durch Verschraubung in Sparren oder Beton. Bei der Installation ist darauf zu achten, dass die Dachhaut nicht beschädigt wird oder die Dichtigkeit beeinträchtigt wird. Gegebenenfalls sind spezielle Dichtungsmaterialien zu verwenden.
Nach der Installation muss jeder Anschlagpunkt auf seine Belastbarkeit geprüft und dokumentiert werden. Nur ein fachgerecht installierter und geprüfter Anschlagpunkt bietet die notwendige Sicherheit, an dem man sich mit einem Auffanggurt und Verbindungsmittel sicher befestigen kann. Es empfiehlt sich, die Installation von einem qualifizierten Fachbetrieb durchführen zu lassen.
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Was muss ich bei der Auswahl eines Auffanggurts beachten?
Die Auswahl des richtigen Auffanggurts ist entscheidend für die Sicherheit und den Komfort bei Höhenarbeiten. Ein Auffanggurt ist ein zentraler Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) und muss daher sorgfältig ausgewählt werden.
Zunächst ist die Normkonformität von größter Bedeutung. Ein Auffanggurt muss der europäischen Norm EN 361 entsprechen, die Anforderungen an die Konstruktion, Material und Prüfverfahren festlegt. Achten Sie auf das CE-Zeichen und die Angabe der Norm.
Die Passform und Größe sind ebenfalls kritisch. Ein Gurt sollte verstellbar sein und sich eng an den Körper anpassen, ohne einzuschnüren oder die Bewegungsfreiheit übermäßig einzuschränken. Probieren Sie den Gurt vor dem Kauf an, um sicherzustellen, dass er bequem sitzt und alle Schnallen leicht zu bedienen sind. Achten Sie auf ausreichend gepolsterte Bereiche an Schultern, Beinen und Taille, besonders bei längeren Tragezeiten.
Die Anzahl und Position der D-Ringe ist ein weiteres Merkmal. Auffanggurte haben in der Regel einen oder mehrere Anschlagpunkte (D-Ringe), an denen das Verbindungsmittel befestigt wird. Ein Rücken-D-Ring ist Standard für die Absturzsicherung, während Brust- oder seitliche D-Ringe für Positionierungs- oder Rettungszwecke dienen können.
Berücksichtigen Sie auch das Material und die Verarbeitung. Hochwertige Gurte bestehen aus robustem Polyestergewebe und bieten eine lange Lebensdauer. Schnellverschlüsse können den An- und Ablegeprozess erleichtern.
Nicht zuletzt sollte das maximale Benutzergewicht des Gurtes beachtet werden. Es gibt Modelle, die für ein höheres Gewicht ausgelegt sind, was besonders wichtig ist, wenn Werkzeug oder zusätzliche Ausrüstung getragen wird.
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Wann sollte ein Höhensicherungsgerät eingesetzt werden?
Ein Höhensicherungsgerät ist eine spezielle Komponente der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), die immer dann zum Einsatz kommen sollte, wenn maximale Bewegungsfreiheit bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau gefordert ist. Es wird oft als Alternative oder Ergänzung zu einem Verbindungsmittel mit Falldämpfer verwendet.
Der Hauptvorteil eines Höhensicherungsgeräts liegt in seiner Fähigkeit, die Seillänge automatisch anzupassen. Es funktioniert ähnlich einem Sicherheitsgurt im Auto: Solange sich die Person langsam bewegt, gibt das Gerät Seil frei oder zieht es ein. Bei einer plötzlichen Beschleunigung, wie sie bei einem Sturz auftritt, blockiert der Mechanismus sofort das Seil und verhindert einen weiteren Fall. Dies minimiert die Fallhöhe und reduziert somit die Belastung auf den Körper erheblich.
Einsatzgebiete sind beispielsweise:
- Arbeiten auf Dächern mit unterschiedlichen Neigungen, bei denen ein Seilsystem oder feste Anschlagpunkte genutzt werden.
- Arbeiten auf Hebebühnen oder Arbeitsplattformen, wo eine flexible Sicherung notwendig ist.
- In Bereichen, wo ein begrenzter Arbeitsradius bei maximalem Schutz erforderlich ist.
- Bei häufig wechselnden Arbeitsplätzen in der Höhe.
Wichtig ist, dass das Höhensicherungsgerät der Norm EN 360 entspricht und regelmäßig auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft wird. Es muss an einem stabilen Anschlagpunkt oberhalb des Anwenders befestigt werden, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten und Pendelstürze zu vermeiden. Die Auswahl des Geräts hängt von der benötigten Seillänge und dem maximalen Benutzergewicht ab.
Sind Absturzsicherungen für private Arbeiten auf dem Dach ebenfalls Pflicht?
Ja, auch für private Arbeiten auf dem Dach ist die Sicherheit von größter Bedeutung, und die Pflicht zur Absturzsicherung greift hier indirekt oder direkt, auch wenn die Regeln für den gewerblichen Bereich detaillierter sind. Als Eigentümer oder verantwortliche Person sind Sie in der Pflicht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Unfälle zu vermeiden.
Obwohl private Bauherren oder Heimwerker nicht direkt den gleichen Arbeitsschutzvorschriften unterliegen wie gewerbliche Betriebe (z.B. DGUV Vorschriften), gibt es allgemeine Verkehrssicherungspflichten und die Verantwortung, keine Gefahren für sich oder andere zu schaffen. Ein Sturz vom Dach kann schwere bis tödliche Folgen haben, und die rechtlichen Konsequenzen bei Missachtung der Sorgfaltspflicht können erheblich sein, selbst im privaten Kontext.
Es wird dringend empfohlen, sich an den bewährten Sicherheitsstandards des gewerblichen Bereichs zu orientieren. Das bedeutet, dass Sie bei Arbeiten auf dem Dach stets eine angemessene Absturzsicherung verwenden sollten. Dazu gehören nicht nur persönliche Schutzausrüstungen wie Auffanggurte und Höhensicherungsgeräte, sondern auch kollektive Schutzmaßnahmen, wo immer möglich, wie zum Beispiel ein sicheres Gerüst.
Das Risiko eines Sturzes ist unabhängig davon, ob die Arbeit privat oder beruflich ausgeführt wird. Investitionen in die Sicherheit sind Investitionen in die eigene Gesundheit und die Vermeidung von Leid. Informieren Sie sich vorab über die Risiken und die geeigneten Schutzmaßnahmen für Ihr spezifisches Dachprojekt.
Wie oft muss eine Absturzsicherung gewartet & geprüft werden?
Die regelmäßige Wartung und Prüfung von Absturzsicherungen ist von entscheidender Bedeutung, um deren Funktionsfähigkeit und die Sicherheit der Anwender zu gewährleisten. Die Vorschriften hierzu sind klar definiert und müssen strikt eingehalten werden.
Grundsätzlich muss die gesamte persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), zu der Auffanggurte, Verbindungsmittel und Höhensicherungsgeräte gehören, vor jeder Benutzung einer Sichtprüfung unterzogen werden. Hierbei wird auf offensichtliche Mängel wie Risse, Verformungen, Korrosion, Beschädigungen an Nähten oder Gurtbändern sowie auf die Funktion der Verschlüsse geachtet.
Darüber hinaus ist eine jährliche, detaillierte Prüfung durch eine Sachkundige Person (gemäß DGUV Grundsatz 312-906) vorgeschrieben. Diese Prüfung muss mindestens einmal im Jahr erfolgen, oder häufiger, wenn die Ausrüstung extremen Bedingungen ausgesetzt war, nach einem Sturzereignis oder bei Verdacht auf Beschädigung. Bei dieser Prüfung werden alle Komponenten auf ihre technische Unversehrtheit und Normkonformität überprüft.
Feste Dachanker und Dachhaken, die als Anschlagpunkte dienen, müssen ebenfalls regelmäßig inspiziert und gemäß den Herstellerangaben und den geltenden Vorschriften gewartet werden. Die Intervalle können hier je nach System variieren, eine jährliche Sichtprüfung durch einen Fachmann ist jedoch auch hier ratsam.
Alle Prüfungen müssen sorgfältig dokumentiert werden, um die Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit zu gewährleisten. Beschädigte oder abgelaufene Ausrüstung darf keinesfalls weiterverwendet werden.